12-Volt-Versorgung Campwerk

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Anton
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12-Volt-Versorgung Campwerk

Beitrag von Anton »

Wir haben nun unsere erste Saison ohne 220 Volt hinter uns und ich möchte kurz meine Erfahrungen weitergeben.
Eigentlich wollten wir in diesem Jahr nach Schottland, aber das fiel ja leider aus. Weil wir dort auch ab und zu frei stehen wollten, musste ich mir etws für die Kühlbox einfallen lassen. Nun, diese Lösung erwies sich als wirklich praxistauglich, auf unseren Reisen im Inland musste ich in diesem Jahr nicht ein einziges Mal einen Stromanschluss bezahlen.
Ich habe mir eine 90-Amperestunden Gelbatterie eingebaut, und zwar hängend unter den Schlafboden. Ich habe natürlich die erhöhten Bordwände und da passen die Normkisten drunter, aber, ganz wichtig, auch die Küche.

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Vor der Batterie ist der Laderegler für das Solarpanel zu sehen, daneben der Batteriewächter und ein Sicherungskasten. Mit dem "Hauptschalter" kann ich die Batteri komplett trennen. Von der Batterie gehen in zwei Richtungen Anschlüsse ab: zum Laden gibt es die Möglichkeit, ein Ladegerät mit 220 Volt anzuschließen und natürlich Solar.
In die andere Richtung gehen die Leitungen für die 12-Volt Verbraucher. Dazu habe ich ganz simpel zwei Leitungen durch den Schlafboden gelegt und Zigarettenanzünder-Dosen angeschlossen. an einer hängt dann eine Lampe und an der anderen ein schaltbarer Vierfachverteiler, der zusätzlich zwei USB-Buchsen hat. Das mit dem Schalten war nur Zufall, macht sich aber gut, weil ich dann zur Nachtruhe bequem das Licht ausknipsen kann.
Zwei weitere Dosen sind außen, einmal für die Kühlbox und einmal für Außenlicht.

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Die untere, zweipolige Buchse ist für den Anschluss des Solarpanels. Den Kasten habe ich außen an die rechte Bordwand geschraubt, ganz hinten. Die Steckdosen liegen dann vor Ort zwar hiter der Zeltwand, man kommt aber noch gut ran. Mir ist kein besserer Platz eingefallen. So, wie sie jetzt hängt, ist sie jedenfalls regensicher.
Naja, mit dieser Konstruktion hatten wir jedenfalls immer ausreichend Licht und die Kühlbox lief tadellos.
Zum Laden habe ich ein 80-Watt Panel zum aufklappen mit 5 Metern Kabel. Das kann ich je nach Bedarf in die Sonne stellen. Vielleicht baue ich mir noch eine Verlängerung, manchmal wäre ein längeres Kabel besser gewesen. Ja, und wie gesagt, wir brauchten nie Landstrom.

(Das Basteln ist fast genau so schön wie das Campen! :D)

Anton
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Re: 12-Volt-Versorgung Campwerk

Beitrag von Anton »

Ein Zwischenbericht:
Nachdem wir 2020 drei Wochen im September und in 2021 zusammen vier Wochen in Mai und Juni unterwegs waren, kann ich sagen, dass sich die Anlage hervorragend bewährt hat. Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn man man beim einchecken Nein sagen kann, wenn nach dem ELT-Anschluss gefragt wird.
Tatsächlich habe ich seit dem Umbau keinen Landstrom mehr gezogen. Das Aufladen klappt auch bei bewölktem Himmel ausreichend. Es ist ja so: die meiste Energie braucht die Kühlbox, um so mehr, wie die Sonne scheint. Aber dann wird ja auch die meiste Energie eingespeist, und zwar mehr, als verbraucht wird...
Und ein witziger Nebeneffekt: wir wurden auf den CP seltener wegen unseres exotischen Anhängers angesprochen als wegen der Solarinstallation. Die war für Viele ganz besonders interessant und ein lockerer Plausch unter Nachbarn ist (mir jedenfalls) willkommen.
Was ich noch machen werde ist, das Anschlusskabel zu verlängern (mit einer optionalen Verlängerungsschnur). Fünf Meter hört sich erstmal viel an, manchmal steht der Sonne aber ein Baum oder so im Weg und da wären ein, zwei Meter mehr schon ein Vorteil.
Anton

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