Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

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Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

Fall es noch weitere Kyte Besitzer gibt, die mit dem Gedanken spielen ihren Kyte so umzubauen, dass er vollständig autark mit PV und Akku betrieben werden kann, möchte ich mein Umbauprojekt hier vorstellen.

Zu Hause haben wir aus Umweltschutzgründen und um Abhängigkeiten zu minimieren alles elektrifiziert (Wärmepumpe, eAutos, ...). Die benötigte Energie versuchen wir so gut wie möglich über PV + Akkus selbst zu erzeugen.

2023 haben wir dann einen Kyte gekauft. Es ist die Variante mit 2 Windforce Turbinen, danach wurde Windforce auf eine Turbine umgestellt. Nach Trigano Vendome, Trigano Olympe und Cabanon Suncruiser ist das unser 4. Falti. Der Kyte war schon immer unser Traumfalti, nur konnten wir uns den nie leisten. Aber nun steht er da und wir sind immer noch begeistert.

Was mir aber nicht gefallen hat war die Abhängigkeit vom Gas und vom 230V Netz und so haben wir uns entschlossen den Falti so umzubauen, dass er auch mit PV Strom + Akku betrieben werden kann. Dabei gab es die folgenden Probleme:
1. Die Windforce Turbinen ließen sich nicht an unserem Akku betreiben.
2. Die originale Kühlbox ist nicht wirklich für einen effizienten Betrieb an einem Akku geeignet.
3. Das Gaskochfeld lässt sich nur mit Gas betreiben.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

Aber kommen wir doch gleich mal zum Akku:
Wir haben uns erst für eine Ecoflow Delta Pro entschieden. Das ist ein Akku mit 3,6kWh und einem Wechslrichter, welcher 3600W Dauerleistung und 7200W Spitzenleistung hat. Die konnte aber nicht den benötigten Anlaufstrom liefern, den die Windforce Turbinen zum Starten benötigt haben. Also haben wird uns wegen der höheren Maximalleistung für eine Ecoflow Delta Pro 3 entschieden. Diese hatte auch einige Schwierigkeiten die Windforce Turbinen zum Starten zu bewegen, aber in 7 von 10 Versuchen hat es funktioniert.
Ich wollte der Sache aber noch weiter auf den Grund gehen und fand folgendes heraus: Um die Windforce Turbinen an und aus zu schalten verwendet Holtkamper ein Funksteckdosensystem. Das war mir schon immer ein Dorn im Auge, da es dem Preis des Faltis absolut nicht gerecht wird. Als ich die Funksteckdosen entfernte starteten die Windforce Turbinen an der Delta Pro 3 viel schneller und auch bei jedem Versuch. Scheinbar ist der Übergangswiederstand der Relais in den Funksteckdosen so hoch, dass sie den Anlaufstrom der Windforce Turbinen stark begrenzen. Dadurch benötigen die Turbinen viel länger zum hochfahren und so lange kann die Delta Pro 3 den Anlaufstrom nicht liefern. Ohne Funksteckdose ist der Anlaufstrom zwar noch höher, da er aber nur kurz benötigt wird, kommt die Delta Pro 3 damit klar. Wahrscheinlich würde die Vorgänger Delta Pro damit auch klar kommen.
Die Funksteckdosen mussten also raus. Da ich auch nur einen Elektroanschluss am Kyte haben wollte (original hat er einen für die Turbinen und einen für die Elektrik) habe ich einen 3 phasigen CEE 16 Wandgerätestecker (IP67) angebaut. Durch die 3 Kontakte (Phasen) kann ich nun 3 verschiedenen Kabeladapter anschließen. Jeweils einen für die beiden Windforce Turbinen zum Auf- und Abbau und einen für die allgemeine 230V Versorgung vom Akku oder von extern.

Das funktioniert nun Super.
Zuletzt geändert von Masine am 19.02.2026 14:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

Nächstes Problem war die Kühlbox. Akkusysteme wie die Delta Pro funktionieren am effizientesten, wenn man Verbraucher an die 12V Schiene anschließt. Denn die 12V können intern über einen hocheffizienten DC/DC Wandler bereitgestellt werden. Schließt man Verbraucher über den integrierten 230v AC Wechselrichter an, so verbraucht dieser selber permanent Energie (selbst wenn angeschlossene Geräte gerade nicht laufen) und saugt den Akku innerhalb weniger Stunden leer. Verbraucher, welche dauerhaft angeschlossen sind (bei uns die Kühlbox, das Licht und ein TV Gerät) sollten also an 12V angeschlossen werden. Außerdem sollten die angeschlossenen Geräte die bereitgestellte Energie effizient nutzen.
Die originale Kühlbox kann das leider nicht, sie kann zwar mit 12V und 230V betrieben werden, der eingebaute (effiziente) Kompressor läuft aber ausschließlich mit 230V. Über 12V wird lediglich ein Peltierelement angesteuert, welches permanent viel Energie verbraucht und trotzdem sehr ineffektiv kühlt.
Daher habe ich nach eine Alternative gesucht und die Kühlbox 'Mestic MCC-40' Kompressor-Kühlbox gefunden. Die passt fast perfekt in die Öffnung der originalen Kühlbox und deren Kompressor kann mit 12V betrieben werden.
Damit sie noch effizienter und leiser wird, habe ich 2 größere Nucuta Lüfter eingebaut und die Lüftungsöffnungen auf mehr Durchlass optimiert.

So ist die Kühlbox leise und sehr effizient.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

Und das letzte Problem was das Gaskochfeld. Das habe ich komplett ausgebaut und gegen ein Induktionskochfeld ersetzt. Die Auswahl war ziemlich schwierig, denn die meisten Induktionskochfelder takten mit einer relativ hohen Leistung (um die 1000W). Sie gehen bei mittleren Leistungsstufen also ständig an und aus. Der Wechselrichter im Akku hat das zwar geschafft, ich wollte ihn aber nicht dermaßen stressen und habe ein Kochfeld gesucht, welches den Wechselrichter auch bei mittleren Leistungsstufen permanent (aber auf niedrigerem Niveau) belastet. Das einzige Kochfeld was ich finden konnte was das AMZCHEF Induktionskochfeld mit 2 Platten (mit Flexzone, 10 Leistungsstufen und Überhitzungsschutz). Das taket ab Leistungsstufe 2 (443W) nicht mehr und benötigt maximal 3200W.
Für das Kochfeld habe ich dann eine neue Bambus Platte angefertigt und es dann eingebaut. Der Wechselrichter im Akku muss nun nur für das Kochfeld aktiviert werden, oder wenn jemand etwas an die Steckdosen in der Küche anschließt.

Um den Akku zu laden verwenden wir ein faltbares 400W Solarpanel von Offgridtec®. Das lädt den Akku ziemlich gut, wenn es viel Sonne bekommt und schafft es durchaus den Akku einmal am Tag aufzuladen. Die Delta Pro 3 hat auch einen 2. PV Eingang, an den man theoretisch einen 2. PV Generator anschließen könnte.

So waren wir nun letztes Jahr das erste Mal im 3 Wochen Urlaub. Leider hat es da fast nur geregnet und wir konnte den Autarkiegrad der Anlage nicht richtig testen. Da wir den Akku aber auch ab und zu über das Netz des Campingplatz laden konnten, sind wir trotzdem gut klar gekommen.

Insgesamt ein aus meiner Sicht gelungenes Projekt ohne irgendwelche Einschränkungen mit dem Vorteil auch komplett über PV versorgt werden und auf Gas verzichten zu können.

Sollte jemand ein ähnliches Projekt vor haben, kann ich sehr gerne unterstützen.

Bilder darf ich leider nicht hochladen (bzw. weiß ich nicht wie das geht).
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

Ah, hab rausgefunden, wie das mit den Bildern geht:

Universeller Stromanschluss und Adapterkabel für die Turbinen (das 3. liegt im Anhänger):
Bild Bild

Kühlbox:
Bild Bild Bild Bild Bild

Kochfeld vorher:
Bild

Kochfeld Umbau:
Bild Bild

Kochfeld nachher:
Bild Bild

PV Generator und Akku:
Bild Bild
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von ABurger »

Zu meinem Verständnis gefragt:
Was sind denn Windforce Turbinen und für was sind die gut?

Wieso muß man die mit Strom "starten"?
Ich dachte, die sollen Strom erzeugen und nicht welchen verbrauchen?
Leider hat es da fast nur geregnet und wir konnte den Autarkiegrad der Anlage nicht richtig testen.
Da wir den Akku aber auch ab und zu über das Netz des Campingplatz laden konnten, sind wir trotzdem gut klar gekommen.
Tja, also doch nicht autark ...

Das wird halt in der ausufernden Euphorie so gut wie immer nicht berücksichtigt, daß eine solche "Autarkie" ohne Sonne nicht funktioniert.
Wenn ich dann eh an Landstrom gehe, kann ich die restliche Autarkie auch gleich sein lassen, oder?
1.000,-€ Invest würden rechnerisch 200 Tage á 5,--€ Strompauschale erfordern, um das in die Nähe von Amortisation bringen zu können.
Aber gut, das muß jeder mit sich selbst ausmachen, was er für seinen "grünen" Strom ausgeben möchte.
Der Basteltrieb ist auf jeden Fall erst einmal gestillt - ist ja auch was wert ;-)

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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

OK, war ja klar dass man sich wie immer erstmal wieder rechtfertigen muss, aber OK.
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 17:52 Zu meinem Verständnis gefragt:
Was sind denn Windforce Turbinen und für was sind die gut?

Wieso muß man die mit Strom "starten"?
Ich dachte, die sollen Strom erzeugen und nicht welchen verbrauchen?
Du bist hier im Holtkamper Bereich, da weiß man das normalerweise. Ansonsten einfach mal "Holtkamper Windforce" bei Google eingeben. Und nein, es geht nicht darum damit Energie zu erzeugen.
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 17:52 Tja, also doch nicht autark ...
Natürlich Autark, das ganze System läuft vollständig über den Akku und PV. Darum ging es mir hauptsächlich.
Ohne Sonne kommt man damit ca. 2 Tage hin. Irgendwann muss man den Akku, wenn keine Sonne scheint, natürlich wieder laden, das ist bei allen entsprechenden System so. Aber die Möglichkeit besteht ja weiterhin.
Bei unserem letzten Urlaub mit viel schlechtem Wetter haben wir den Akku in 14 Tagen 3 Mal am Landstrom aufladen müssen. Das finde ich gut.
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 17:52 Das wird halt in der ausufernden Euphorie so gut wie immer nicht berücksichtigt, daß eine solche "Autarkie" ohne Sonne nicht funktioniert.
Wenn ich dann eh an Landstrom gehe, kann ich die restliche Autarkie auch gleich sein lassen, oder?
Nein, definitiv nicht, hier geht es ja auch um Umweltschutz und die schützt man mit jeder selbst erzeugten KWh Energie und mit jedem nicht verbrannten m3 Gas.
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 17:52 1.000,-€ Invest würden rechnerisch 200 Tage á 5,--€ Strompauschale erfordern, um das in die Nähe von Amortisation bringen zu können.
Bist Du Camper? Hast Du mal die Energiekosten bei manchen Campingplätzen gesehen? Die liegen teilweise bei 8€ pauschal pro Tag und bevor ich jeden Tag (bis zu) 8€ an den Campingplatz bezahle, stecke ich das Geld lieber in m eine eigene Technik. So ein Akku ist noch für viel mehr Dinge gut als nur für den Urlaub, da braucht man nur ein bisschen Fantasie, das macht aber jede Wirtschaftlichkeitsrechnug zu nichte. Mal davon abgesehen habe ich auch in 20 Jahren noch vor mir dem Falti in den Urlaub zu fahren.
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 17:52 Der Basteltrieb ist auf jeden Fall erst einmal gestillt - ist ja auch was wert
Sicher geht es zum Großen teil um den Basteltrieb, andere Menschen geben mehr Geld für Kippen und/oder Alkohol aus. Und da wir zu Hause aber nichts mehr verbrennen stören mich die permanent rumstehenden Gasfalschen im Keller.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von ABurger »

Sorry? Du mußt gar nichts "rechtfertigen".
Es ist doch Deine Sache, was Du machst, woran Du glaubst und wofür Du Dein Geld ausgibst.

Was ich geschrieben habe, war meine Ansicht, auch Meinung genannt, das muß niemand mit mir teilen.

Das andere war die Frage nach der Windforce Turbine ...
Da mir das nicht bekannt war, was das sein soll, habe ich Google bemüht.
Da kam viel bei raus - aber nix davon, daß das bei Holtcamp der Begriff für ein Gebläse ist.
Sorry, daß ich aus Unwissendheit gefragt hatte - aber danke für die nette Aufklärung!

Für mich persönlich hat es nichts mit Autarkie zu tun, wenn ich doch den Landstrom anstecke und mir dann den Akku mit der Energie vollpumpe, die ich anschließend verbrate.
Du hast dann lediglich eine Portion Energie zwischengelagert, dabei aber keine kWh gespart.
Daß Du aus dem Akku der Ecoflow leben kannst, liegt doch lediglich daran, daß Du einen Teil der Verbraucher auf 12Volt laufen hast.
Beim Betrieb der Induktionsplatte, die über einen WR gefüttert wird, hast Du aber faktisch mit ~10% Verlust gearbeitet,
gegenüber dem Betrieb direkt am Landstrom ... also eigentlich eine Milchmädchen-Rechnung.
Nimm mal Deine Kompr.-Box mit ~50W Leistung, dazu die anderen 12V-Verbraucher und betreibe die über ein Schaltnetzteil, das an 230V hängt und Du wirst keine kWh mehr verbrauchen als über die PowerBox. Wie denn auch?
Wirkliche Autarkie funktioniert meiner Ansicht nach nur dann, wenn Du NUR über PV Deine Akku lädtst, ohne Stecker im Landstrom. So sehe ich das.
Ohne Gas auszukommen, heißt auch nicht "autark" zu sein. Im Gegenteil, das Gas für zum Kochen und ggf. Heizen und Kühlen muß ersetzt werden.

Da haben wir beide eben unterschiedliche Ansichten, wie man beim Campen "Autarkie" definiert.

Erst wenn ich tagelang, quasi unbegrenzt unabhängig von Landstrom stehen kann, meinen Energiebedarf aus der Sonnenkraft beziehen kann, ohne zwischendurch per 230V aus der Infrastruktur vom CP meine Akkus nachladen kann, sehe ich mich autark, was den elektr. Strom angeht.
Habe ich noch die Möglichkeit per Gas heizen und kochen zu können, dann paßt das -
bis aufs Wasser, wo ich ja noch dafür sorgen muß, daß ich frisches Wasser bekomme und mein graues und schwarzes Wasser aber noch noch entsorgen muß.

Was die Strompauschalen auf manchen Plätzen angeht, ist mir das sehr wohl bekannt.
Hier bedanke man sich für die Verteuerung bei den Luxus-Campern, die ihre Klima 24h/d laufen lassen und elektrisch heizen müssen ...

Nicht genau aus diesem Grund habe ich PV-Panels am WoWa, einen 100Ah-LFP und bleibe beim Gas zum Heizen, Kühlen und Kochen, alle Elektr. Verbraucher laufen über 12 Volt, eine Kompr.-Box fährt auch noch mit - dazu ist trotzdem noch ein Schaltnetzteil an Bord. Falls mal die Sonne zu wenig scheinen sollte, kann der Akku wieder nachgeladen und die 12V-Verbraucher können weiter betrieben werden. Bislang kamen wir mit den Pauschalen um 4-5 € zurecht, dort wo wir zuletzt per Verbracu zahlen mußten, waren das für zwei Wochen genau 8,--€ ... Paßt also für uns.

Wie auch immer, solange Du mit Deiner Lösung zufrieden bist, ist es doch für Dich in Ordnung und Du brauchst Dich bei niemandem zu rechtfertigen, der unter "Autarkie" etwas anderes versteht. Von daher sehe ich keinen Grund, daß wir uns deswegen streiten. Soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden und gut ist's.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 23:10 Erst wenn ich tagelang, quasi unbegrenzt unabhängig von Landstrom stehen kann, meinen Energiebedarf aus der Sonnenkraft beziehen kann, ohne zwischendurch per 230V aus der Infrastruktur vom CP meine Akkus nachladen kann, sehe ich mich autark, was den elektr. Strom angeht.
Genau, das hatte ich ja so beschrieben. Wenn die Sonne scheint, komme ich mit der erzeugten Energie gut hin.
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 23:10 Daß Du aus dem Akku der Ecoflow leben kannst, liegt doch lediglich daran, daß Du einen Teil der Verbraucher auf 12Volt laufen hast.
Wieso lediglich? Es geht doch darum die Energie, welche aus dem Akku zur Verfügung steht, so gewinnbringend zu nutzen wie möglich. Und das geht über 12V DC besser als über 230V AC. Aber beides liefert der Akku.
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 23:10 Beim Betrieb der Induktionsplatte, die über einen WR gefüttert wird, hast Du aber faktisch mit ~10% Verlust gearbeitet,
gegenüber dem Betrieb direkt am Landstrom ... also eigentlich eine Milchmädchen-Rechnung.
Warum? 10% Verlust eines Teiles meiner "kostenlos" selbst erzeugten Energie ist mir lieber als 100% bezahlter Landstrom. Was ist dabei eine Milchmädchenrechnung?
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 23:10 Ohne Gas auszukommen, heißt auch nicht "autark" zu sein. Im Gegenteil, das Gas für zum Kochen und ggf. Heizen und Kühlen muß ersetzt werden.
Genau, was ich ja mit der Anlage auch mache (Kochen).
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 23:10 Nicht genau aus diesem Grund habe ich PV-Panels am WoWa, einen 100Ah-LFP und bleibe beim Gas zum Heizen, Kühlen und Kochen, alle Elektr. Verbraucher laufen über 12 Volt, eine Kompr.-Box fährt auch noch mit - dazu ist trotzdem noch ein Schaltnetzteil an Bord. Falls mal die Sonne zu wenig scheinen sollte, kann der Akku wieder nachgeladen und die 12V-Verbraucher können weiter betrieben werden.
Das passt ja auch so, denn mit 1,2kWh würdest Du mit Heizen, Kühlen und Kochen auch nicht sehr weit kommen. Bei mir sind es 4kWh und damit kann ich auch ganz gut kochen. Heizen und Kühlen brauche ich ja nicht im Falti.
ABurger hat geschrieben: 19.02.2026 23:10 Bislang kamen wir mit den Pauschalen um 4-5 € zurecht, dort wo wir zuletzt per Verbracu zahlen mußten, waren das für zwei Wochen genau 8,--€ ... Paßt also für uns.
Das waren noch Zeiten und leider werden solche Plätze immer seltener.

Im übrigen habe ich den Beitrag auch nicht geschrieben um mich mit jemandem darüber zu streiten, eher um meinen Umbau zu zeigen und darüber zu diskutieren. Dein erster Beitrag hatte mit einer Diskussion aber nichts zu tun, der eine andere Intension. Aber ich denke wir kommen jetzt langsam ins Fahrwasser.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Ratte »

Moinz,
ich habe vom Holtcamper keine Ahnung, aber das Video beim Hersteller sowie deine Fotos sind da schon schick. Ich habe auch vorletztes Jahr meinen Paradiso teilweise auf Solar und Strom umgerüstet. Und außer, dass die Ecoflow-Powerstation Mist gemacht hat und die Firma der letzte Rotz ist, was Kundensupport angeht, bin ich damit auch sehr happy.

Deine Umrüstung sieht sehr nice aus und man merkt, dass du dir echt viele Gedanken gemacht hast. Für mich als Festivalgänger sind 3-4 Tage autark stehen, egal was die Sonne tut, völlig ausreichend. Und klar, Wasser bekomme ich dort, dass wars aber auch. und im Norwegen-Urlaub hat das auch gut geklappt. Allerdings haben wir uns gegen eine Induktionsplatte entschieden. Einfach weil sie zu der Zeit Unmengen an Strom gefressen haben. Hat sich das mittlerweile so geändert, dass es tatsächlich eine Option ist?


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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

Sehr schön hier auch gleichgesinnte zu finden :-).

Welche Ecoflow hast Du bei Dir im Einsatz? Hatte auch schon einen Supportfall mit einem Zusatzakku einer anderen Ecoflow Delta Pro, da musste der Akku 3 Mal vom Hersteller abgeholt werden bis der Fehler gelöst war. Wie sich das für den Hersteller rechnet frage ich mich immer noch. Aber sonst laufen hier 3 Ecoflow Delta Pros mit Powerstreams perfekt durch und versorgen mein Hause täglich (März - Oktober) mit Energie.

Das reine Kochen ist immer noch sehr energiehungrig, daher war es mir auch wichtig den Kochvorgang so kurz wie möglich zu halten und das geht mit Induktionsplatten am besten. Aber würden damit beide Platten unter Volllast laufen wäre der 4kWh Akku auch ca. 1,5h leer. Das ist ja aber nie der Fall, denn die Zubereitung eines Gerichtes dauert bei uns ca. 15min und dabei laufen nie beide Platten permanent unter Vollast. Ansonsten haben wir früh damit noch Kaffe gekocht und wir kochen auch nicht jeden Tag im Falti.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Ratte »

Heyho,
wir haben die Ecoflow Delta 2. Und diese hat uns mit ziemlicher Sicherheit die Solarzellen auf dem Klappi geschrottet. Der Hersteller war, bei einer 5-Jahre-Garantie, erst nach Drohung mit einem Anwalt dazu bereit die Powerstation zur Prüfung und Reparatur anzunehmen...

Hmm, okay. Dann bleiben wir erstmal beim Gas. Da meine Freundin sehr viel Tee trinkt, läuft das Ding schonmal öfter für einige Zeit. Auch spät Abends oder Nachts. aber danke für die Einschätzung :)


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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

Und was ist bei der Reparaturaktion raus gekommen? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie ein Verbraucher (die Delta 2 ist ja auch nur einer) PV Modle schrotten kann. Das Schlimmste was der Verbraucher machen kann ist ein Kurzschluss und PV Module sollten eigentlich kurzschlussfest sein. Die Frage wäre wahrscheinlich was bei einem andauernden Kurzschluss passieren kann.

Tee kochen wir auch ab und zu, aber ich denke im Sommer (Urlaubszeit) eher weniger. Da bereiten wir Tee meist kalt zu (Teebeutel ins kalte Wasser), das schmeckt genauso, dauert nur länger, funktioniert aber natürlich nicht mit allen Tee Sorten.
Ansonsten müssen eventuelle Mehrverbräuche dieser Art natürlich berücksichtigt werden. Falls das bei uns auch notwendig sein sollte, hätte unsere Delta Pro noch einen 2. Solareingang.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Ratte »

Moinz,
es waren zwei neue Module auf dem Dach von einer Fachfirma verbaut. Ecoflow hat nach vielen Nachrichten und Drohungen irgendwann zugegeben, dass nicht auszuschließen ist, dass die Powerstation die Panele geschrottet hat. Der Wohnwagenfachbetrieb und der Hersteller der Solarzellen haben ausgeschlossen, dass es etwas anderes sein kann. Aber beide waren sehr kulant und wir haben neue Module montiert bekommen. Ecoflow hat sich durchgehend quergestellt auch nur irgendwas zu tun.

Kalter Tee ist keine Option. Aber wir sind auch nicht unglücklich hier noch auf Gas angewiesen zu sein. Vielleicht ändern wir das in einigen Jahren, wenn die Technik da besser wird.


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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

Ratte hat geschrieben: 20.02.2026 14:00 Aber beide waren sehr kulant und wir haben neue Module montiert bekommen.
Na immerhin und gut zu wissen dass da Dinge mit den PV Modulen passieren können :) .
Ratte hat geschrieben: 20.02.2026 14:00 Vielleicht ändern wir das in einigen Jahren, wenn die Technik da besser wird.
Da wird sich nicht viel ändern können, zumindest in Bezug auf die Effizienz. Denn der Wirkungsgrad eines Induktionskochfeldes liegt mit dem richtigen Topf schon bei >90%.
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