Erholung nach längeren Campingreisen, was hilft euch wirklich?

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Bezlöv
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Erholung nach längeren Campingreisen, was hilft euch wirklich?

Beitrag von Bezlöv »

Hallo zusammen. ich bin schon länger stille Mitleserin hier und habe schon viele hilfreiche Tipps von euch bekommen.
Nach unserer letzten längeren Tour mit dem Faltcaravan ist mir aber etwas aufgefallen: Ich liebe das Campen total, aber mein Körper macht danach manchmal nicht mehr so ganz mit. Vor allem nach mehreren Tagen mit Auf- und Abbau, etwas unbequemerem Schlaf und viel Sitzen merke ich das richtig an Bauch, Rücken und allgemein an der Spannung im Körper.
Ich versuche schon, mich zwischendurch zu bewegen und ein bisschen darauf zu achten, aber so richtig erholt fühle ich mich oft erst einige Tage nach der Rückkehr.
Neulich bin ich zufällig auf einen Ansatz gestoßen, der wohl gezielt bei solchen hartnäckigen Fettpolstern helfen soll, die trotz Bewegung bleiben (das nennt sich Kryolipolyse). Ich fand das ganz interessant, bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich sinnvoll ist oder eher so ein Trend.
Ich möchte einfach wissen, wie ihr das bei euch handhabt. Habt ihr bestimmte Routinen nach dem Camping, um wieder in Form zu kommen, oder Dinge, die eurem Körper helfen, sich schneller zu erholen? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt. Vielen Dank.
Dank dem, was ich hier finde, kann ich meine Leidenschaft fürs Camping voll ausleben.
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ABurger
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Re: Erholung nach längeren Campingreisen, was hilft euch wirklich?

Beitrag von ABurger »

Camping ist eine der vielen möglichen Arten, wie man seinen Urlaub verbringen kann.
Der Urlaub selbst soll der Erholung dienen, nicht anstrengender sein, als der Arbeitsalltag.

Da muß man eben sehen, wie man das anstellt, ohne sich dabei mental oder körperlich zu überfordern.
Ein Urlaub muß auch nicht getragen werden vom Drang zur Perfektion, das strengt auch an.

Wenn man sich mit entsprechendem Equipment austattet, um gut schlafen, ausgiebig chillen,
je nach Wunsch, sich sportlich betätigen zu können und sich was kochen kann, dann paßt das doch soweit.

Je nachdem, kann man sich auch mit ausgedehnten Spaziergängen, kleinen Wanderungen oder Besichtigungstouren die Zeit vertreiben.
Wichtig finde ich dabei, daß man sich dabei mit nichts überfordert oder eine Challange anstrebt,
denn alles was zuviel ist, streßt im Urlaub nur und macht eine Erholung unmöglich bzw. zunichte.

Aber vielleicht hast Du auch nur das falsche Urlaubsgefährt?

Meiner einer benötigt nach einem Camping-Urlaub keine nachträgliche Erholung.
Ein Tag zum Verräumen von mitgeschleppter Ausrüstung und zurück-gewöhnen in die Tages-Struktur vom (Arbeits-) Alltag reicht eigentlich.
Klar gab es auch schon Zeiten, wo z.B. die Heimreise anstrengend war und man einen Tag nach der Heimkehr noch beschäftigt war,
den Streß der Heimfahrt zu verdauen, aber eiegntlich war das nach einem Ausschlaftag schnell Geschicghte und gut verkraftet.

Den Einwurf mit der Kryolipolyse verstehe ich nicht ganz, warum Du das angeführt hast. Mit sowas habe ich nichts zu schicken
und ich habe mich damit auch noch nie beschäftigt.

In diesem Sinne ...

:prost2: :tee: :camp1
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Re: Erholung nach längeren Campingreisen, was hilft euch wirklich?

Beitrag von Matterhorn »

Wenn ich mich nach Camping Ferien erholen müsste, würde ich mich fragen ob Camping für mich die richtige Urlaubsform ist. Klar ist Camping anstrengender als 2 Wochen Strandferien, aber das war und ist sowieso nicht mein Ding. Camping ist Aktiv Urlaub, das Rennrad, die Bergsteiger- und Wanderausrüstung, sowie das SUP kommen mit, je nach Region. Als Camper ist man ja per se schon nahe an der Natur, meine Partnerin und ich sind aber auch ziemlich sportlich. Wichtig ist aber auch das bequeme Bett, sowieso in unserem Alter (60+) und meiner Körperlänge (192cm). Da lobe ich mir die grosse, bequeme Liegewiese in unserem Klappzeltanhänger.
Der Vorteil vom Camping sehe ich vor allem dass wir in Gegenden kommen die man sonst nicht so auf dem Radar hat. Da gibt es dann viel zu entdecken, also immer schön aktiv bleiben, das ist ja die eigentliche Erholung.
Bezlöv
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Re: Erholung nach längeren Campingreisen, was hilft euch wirklich?

Beitrag von Bezlöv »

Camping ist eine der vielen möglichen Arten, wie man seinen Urlaub verbringen kann.
Der Urlaub selbst soll der Erholung dienen, nicht anstrengender sein, als der Arbeitsalltag.

Da muß man eben sehen, wie man das anstellt, ohne sich dabei mental oder körperlich zu überfordern.
Ein Urlaub muß auch nicht getragen werden vom Drang zur Perfektion, das strengt auch an.

Wenn man sich mit entsprechendem Equipment austattet, um gut schlafen, ausgiebig chillen,
je nach Wunsch, sich sportlich betätigen zu können und sich was kochen kann, dann paßt das doch soweit.

Je nachdem, kann man sich auch mit ausgedehnten Spaziergängen, kleinen Wanderungen oder Besichtigungstouren die Zeit vertreiben.
Wichtig finde ich dabei, daß man sich dabei mit nichts überfordert oder eine Challange anstrebt,
denn alles was zuviel ist, streßt im Urlaub nur und macht eine Erholung unmöglich bzw. zunichte.

Aber vielleicht hast Du auch nur das falsche Urlaubsgefährt?

Meiner einer benötigt nach einem Camping-Urlaub keine nachträgliche Erholung.
Ein Tag zum Verräumen von mitgeschleppter Ausrüstung und zurück-gewöhnen in die Tages-Struktur vom (Arbeits-) Alltag reicht eigentlich.
Klar gab es auch schon Zeiten, wo z.B. die Heimreise anstrengend war und man einen Tag nach der Heimkehr noch beschäftigt war,
den Streß der Heimfahrt zu verdauen, aber eiegntlich war das nach einem Ausschlaftag schnell Geschicghte und gut verkraftet.

Den Einwurf mit der Kryolipolyse verstehe ich nicht ganz, warum Du das angeführt hast. Mit sowas habe ich nichts zu schicken
und ich habe mich damit auch noch nie beschäftigt.
Danke für deine Antwort, ABurger.
Du hast recht, am Ende ist es wahrscheinlich einfach eine Mischung aus Gewohnheit, dem richtigen Setup und auch etwas darauf zu achten, es nicht zu übertreiben. Ich denke, ich muss da noch meinen eigenen Rhythmus finden.
Vielleicht war ich nach den letzten Touren einfach ein bisschen zu aktiv und habe mir nicht genug echte Erholung gegönnt.
Was die Kryolipolyse angeht, habe ich das nur erwähnt, weil ich bei meinen Recherchen darauf gestoßen bin. Da ich darüber nicht viel weiß, wollte ich einfach fragen, ob hier jemand etwas Ähnliches kennt oder Erfahrungen damit hat. Es war also eher aus Neugier als aus einem bestimmten Grund.
Ich werde auf jeden Fall versuchen, es beim nächsten Mal etwas entspannter anzugehen.
Bezlöv
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Re: Erholung nach längeren Campingreisen, was hilft euch wirklich?

Beitrag von Bezlöv »

Wenn ich mich nach Camping Ferien erholen müsste, würde ich mich fragen ob Camping für mich die richtige Urlaubsform ist. Klar ist Camping anstrengender als 2 Wochen Strandferien, aber das war und ist sowieso nicht mein Ding. Camping ist Aktiv Urlaub, das Rennrad, die Bergsteiger- und Wanderausrüstung, sowie das SUP kommen mit, je nach Region. Als Camper ist man ja per se schon nahe an der Natur, meine Partnerin und ich sind aber auch ziemlich sportlich. Wichtig ist aber auch das bequeme Bett, sowieso in unserem Alter (60+) und meiner Körperlänge (192cm). Da lobe ich mir die grosse, bequeme Liegewiese in unserem Klappzeltanhänger.
Der Vorteil vom Camping sehe ich vor allem dass wir in Gegenden kommen die man sonst nicht so auf dem Radar hat. Da gibt es dann viel zu entdecken, also immer schön aktiv bleiben, das ist ja die eigentliche Erholung.
Hallo Matterhorn. Ich hatte deine Antwort nicht gesehen, bevor ich ABurger geantwortet habe. Ich verstehe auch, was du meinst, vor allem was den aktiven Teil beim Camping angeht. Bei mir liegt es wahrscheinlich eher daran, dass ich manchmal ein bisschen zu viel mache und die Erholung dann etwas zu kurz kommt.
Das mit dem bequemen Bett ist wirklich ein guter Punkt, da muss ich vielleicht noch etwas optimieren.
Danke dir für deinen Einblick.
Neandertaler
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Re: Erholung nach längeren Campingreisen, was hilft euch wirklich?

Beitrag von Neandertaler »

Hallöchen,
ob jetzt Campingurlaub anstrengender ist als Strandurlaub - mh, ich würde das etwas differenzierter betrachten.
Körperlich: ja, richtig, man muss mehr packen, rödeln, schleppen etc. Aber Urlaub und Entspannung heißt ja nicht, 2 Wochen auf der faulen Haut zu liegen. Daher sehe ich das eher als persönliche Einstellungssache, womit man seine Entspannung findet. Einige finden ihre Entspannung eben darin, viel zu Wandern, Aktivitäten, sich verausgaben, andere eben 10 Stunden Power-chillen am Strand.
Grundsätzlich aber solltest du aber unbedingt darauf achten, dass du erstmal ein gutes Bett/Matratze hast. Denn 1/3 des Urlaubs verbringst du nunmal genau dort.
Aus meiner Sicht: ich habe eine gute Matratze, Lattenrost, habe mir aber dennoch noch einen Topper geleistet. Insgesamt ist der Schlafkomfort mindestens so hoch wie daheim im "richtigen" Bett.
Dann: ich bin eine Person, der auch mit Aktivitäten Entspannung findet. Zum Beispiel das aufbauen, hat für mich was von basteln und gehört daher für mich definitiv zum Urlaub dazu.
Damit es am Abreisetag keine Hektik gibt - normalerweise soll der Platz ja bis 11:00 geräumt sein oder so ähnlich -, buche ich lieber einen Tag länger. Dann habe ich den ganzen Tag zum Abbau und einpacken, kann alles ganz in Ruhe machen ohne Zeitdruck und kann u. U. , nachdem alles verstaut ist, sogar nochmal in den See springen oder duschen oder was einem sonst noch etwas "runterholt" vom Einpack-Stress. So geht es dann in aller Ruhe auf die Heimreise - und auch die mache ich dann ohne Zeitdruck, da ich ja dann eigentlich einen Tag eher heimkomme als gebucht. Man muss sich zwar dann selber die Frage stellen, ob es einem das Geld wert ist - aber mal ehrlich, was sind da 30 Euro, wenn man dadurch eben nicht gestresst nach hause kommt?
Viele Grüße
Stefan
Im Leben ist man mal der Stein und mal die Scheibe. Als Papa bist du aber immer Carglass.
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